· 

LOVE AT FIRST FLOW

"Lisa, sag mal, wie bist Du eigentlich zum Yoga gekommen?"

 

"Lisa, wolltest Du schon immer Yoga unterrichten?"

 

"Lisa, warum bist Du Yogalehrerin geworden?"

 

"Lisa, was für Yoga unterrichtest Du eigentlich?"

 

"Lisa, seit wann machst denn Du Yoga?"

 

"Lisa, machst Du auch daheim allein Yoga?"

 

Fragen über Fragen, die mir in den letzten Jahren immer wieder auf- und abseits meiner heiß-geliebten Yogamatte gestellt wurden. Berechtigterweise. Ich verstehe die Neugier der Menschen und es freut mich, dass sie mir Löcher in den Bauch fragen.

 

Doch Vorsicht!

Du seist gewarnt, neugieriges Menschenkind! 

 

Denn wenn ich erst einmal in Fahrt komme mit meinen Erzählungen, dann gibt's kein Halten mehr!

 

Dann sprudeln die Geschichten wild aus mir raus und ich erzähle Dir sehr, sehr gerne alles in vielen, vielen Einzelheiten, in Bildern, die in bunten Farben leuchten und mit herzhaft erheiternden Anekdoten, sodass die Geschichte fast zum Greifen spürbar und lebendig wird.

 

Dann spürst Du wie tief meine Liebe ist, wie sehr jedes Mal mein kleines Herzchen hüpft, wenn ich von einem der schönsten "Dinge" auf diesem Planeten sprechen darf.

 

YOGAAAA.

 

Und die unglaubliche Magie, die sich dahinter versteckt.

 

come flow with me, come fly with me, come move with me...

Die nächsten Budokon Workshops findest Du hier: BUDOKON YOGA & MOVES

Love at First Flow

"Lisa, sag mal, wie bist Du eigentlich zum Yoga gekommen?"

 

Für diese Frage hole ich immer gerne seeeehr weit aus, denn sie katapultiert mich zurück in eine andere Dimension von Raum und Zeit, in welcher mein Leben noch sehr, sehr anders aussah.

Ich bin dann selber immer wieder ein wenig erstaunt, was sich in 1 - 3 - 5 - 10 Jahren doch so alles wandeln kann und wie wandelbar wir Menschen sind, wenn wir uns entscheiden loszugehen für das eigene Herz.

 

Damals, im Sommer 2010, war ich in Thailand. Genauer gesagt, nannte ich damals Tonsai Beach vorübergehend 'mein zu Hause'. Wir waren 3 Wochen dort, zum Klettern. Tonsai Beach ist eine kleine, feine Bucht, nur per Bötchen erreichbar, gut versteckt vor den Massen des Tourismus. Für kletternde Backpacker ein Traum.

 

Morgens trafen wir uns bei Chicken Mama für Sticky Rice mit Mango und Tages-Routen-Planung.

Im Anschluss folgte eine Wanderung rund um die kleine Bucht zum jeweiligen Kletter-Hotspot des Tages, wo wir uns stundenlang am Felsen austoben würden bevor wir kurz vor Einbruch der Dämmerung unsere sieben Klettersachen wieder packen und zurück zum Basecamp laufen.

 

An einem dieser abendlichen Rückmärsche erblickte ich am Strand, unweit unserer Unterkunft entfernt, eine junge Frau, welche sich unendlich elegant, grazil und geschmeidig im Sand bewegte, drehte und wendete. Ich blieb so abrupt von einem Moment auf den anderen stehen, dass der Kletterbuddy hinter mir voll in mich reinlief.

 

Ich war gefesselt. Begeistert. Angetan von der hübschen Frau am Strand, die ihren Körper mit einer Leichtigkeit in atemberaubende Posen führte, die mir schlichtweg die Sprache verschlugen. Mein Starren (mit wohl weit offenem Munde) war wohl irgendwann auch für die junge Dame 'spürbar', denn sie löste ihre Position, blickte direkt zu mir und lächelte mir zu. Sie winkte mich zu ihr heran.

 

Ich lief zu ihr, brabbelte etwas von "Oh my God, I didn't mean to disturb you, but I'm in awe, how can you do this, and that, what is it...blablabla...".

 

Die junge Frau sprach in einer für mich unverständlichen Sprache, irgendwas von ... Ashtanga-Viniyasa Flow ... YOGA. Den ersten Teil verstand ich nicht, doch Yoga sagte mir was. Ich hatte bis zu diesem Tage noch nie irgendetwas mit Yoga zu tun gehabt. Hatte also kein wirkliches Bild davon.

Naja.

Außer vielleicht den Klassiker von im Kreis sitzenden, sich umarmenden, betenden und chantenden, halbnackten Hippie-Menschen mit Blumen im Haar und Gras im Blut.

 

Und das hier soll Yoga sein? Diese grenz-genial-geschmeidigen Bewegungen?

Ich dachte im ersten Moment tatsächlich, dass mich die gute Frau ganz unverschämt auf den Arm nimmt und sich ihren Spaß mit mir erlaubt.

"Yoga, ja, hmmm...!" zwinkerte ich ihr ungläubig zu.

 

Doch anstatt sich lang und breit zu erklären, fragte sie mich, ob ich es denn gern selbst versuchen möchte.

Und so kam es wie es kommen musste, sie zeigte mir einige der wunderbaren Verrenkungen...und um mich war es geschehen...

Es war Liebe auf den ersten Flow.

 

Damals hatte ich ja keinen blassen Schimmer von Yoga. Ich wusste weder was Surya Namaskar noch was Ashtanga-Vinyasa ist. Doch an diesem für mich ganz besonderen Tag lernte ich meinen ersten Sonnengruß. Eine flowige Aneinanderreihung von einigen Yoga Übungen. Auf Atmung konzentrierten wir uns nicht wirklich, sondern auf die Ausführung: Der Fuß hier hin, die Hand dort, Po hoch, Beine strecken, Fersen tief, ...

 

Und so bewegte ich mich durch eine der grundlegendsten Yoga-Übungs-Abfolgen, die man auch als Sonnengruß kennt. Herabschauender Hund, Kobra, Vorwärtsbeuge, et cetera pepe inklusive.

Ich war hin und weg. SMITTEN, really! Und von diesem Tag an übte ich meinen ersten Yoga Flow, wann und wo immer ich Zeit und ein Plätzchen für mich fand.

 

Das war der Anfang meiner Yoga-Reise.

 

Cobra Roll Demo während einer Budokon Einheit am Circus Camp.

The Beginning of My Yoga Journey

"Lisa, seit wann machst denn Du Yoga?"

"Lisa, wolltest Du schon immer Yoga unterrichten?"

 

Hahaha. Nein. Nein, ein Yogalehrer Dasein stand ganz ehrlich nie bei mir am Radar. Das hatte ich damals noch nicht am Schirm. Als ich damals von meiner Weltreise zurückkam, suchte und suchte ich nach Yoga Studios oder Yogalehrern in meiner Umgebung, doch hier "auf'm Land" war das Thema Yoga im Jahre 2010 noch nicht in aller Munde.

 

Natürlich hätte ich nach Innsbruck, Salzburg oder München fahren können für Yogastunden, doch der Weg war weit und mein neuer Job damals (Winter-Saisons-Hütten-AprèsSki-Business) hatte laaange Arbeitszeiten.

So war das Thema Yoga für mich damals erst mal vom Tisch.

Ich beendete die Wintersaison, verbrachten den Frühsommer bei Freunden in Australien.

Dort kam ich wieder in Kontakt mit Yoga.

 

Zurück daheim buchte ich damals dann spontan meine erste Yoga Reise.

Ok. Es war eigentlich ein Surfcamp auf Fuerteventura, dass zusätzlich zum Surfen Yogastunden anbot.

Die man allerdings verbindlich hinzu buchen musste. Und das tat ich.

Im November des gleichen Jahres flog ich dann mit einer Freundin auf die Ferieninsel und freute mich auf eine ganze Woche Surfen & Yoga. Dass ausgerechnet diese eine kleine Reise mein Katapult in eine neue Zukunft sein würde, hatte ich ganz und gar nicht erwartet.

Doch so war es.

 

Die Yogalehrerin, die uns am ersten Tag am Abend nach dem Surfen im Camp abholte war Valentina, eine Italienerin, die auf Fuerte ihr zweites zu Hause gefunden hatte. Sie fuhr mit uns in ein kleines Studio, wir rollten Matten aus und los ging die Stunde. Valentina ist Ashtanga Lehrerin, mit Leib und Seele.

 

Als Intro erzählte sie uns immer ein wenig zur Philosophie, wir machten Atemübungen, saßen einige Momente in Stille und dann kamen auch schon die körperlichen Übungen (wie ich später lernen sollte ASANAs).

Wir machten Sonnengruß (SURYA NAMASKAR) zum Warm werden und weitere Übungen, die alle lustig-klingende, kaum-aussprechbare Namen trugen. Netterweise übersetzte Valentina die Namen der Positionen ins Englische. Nicht, dass wir uns irgendetwas davon merken konnten. Weder im Sanskrit. Noch im Englischen.

Außer dem Downward Dog.

Weil in dieser Position, Hände und Füße am Boden, Po in der Höhe, Köpfchen nach unten, tropfte mir ständig salziges Meerwasser aus der Nase auf die Matte.

Ja, salzige Meerwasser-Nasenspülungen sind beim Surfen meistens inklusive.

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit (doch in Wahrheit gerade mal 90 Minuten) fand die Stunde ihren Ausklang und wir lagen (zum Teil schweißgebadet, ist doch eher etwas wärmer auf der Insel) ausgepowert, leer und doch sehr fröhlich auf der Yogamatte in der letzten Position. SAVASANA.

Die Stellung der Toten, wie ich später von Valentina lernen sollte.

Einfach nur liegen. Nichts machen. Die Wirkung der Yoga Übungen voll entfalten lassen. 

 

OH MY GOD...ich fühlte mich jedes Mal sooo gut nach der Stunde. Ich konnte es nicht erklären, ich spürte es nur. Am ganzen Körper. Ich fühlte mich herrlich. Leer, ja. Ausgepowert, ja.

Valentina spielte nicht Kindergarten mit uns. Sie "nahm" uns gefühlt schon ganz ordentlich ran.

Doch ich glaube, so fühlt sich jede Yogastunde für jeden Anfänger an. Anstrengend. Kräfteraubend. Es sind halt auch neue Bewegungen. Für unseren Körper ungewöhnliche Übungen. Der braucht auch erst mal Zeit sich an diese neue Art der Bewegungskunst zu gewöhnen.

 

Doch das Gefühl im Anschluss an jede einzelne ihrer Einheiten, wenn wir dann schlussendlich in der Stellung der Toten regungslos auf der Yogamatte lagen, war einfach unübertrefflich. Ich fühlte mich erfüllt, fröhlich, erleichtert, erfrischt, wie neu geboren, ich strahlte gefühlt mit meinem ganzen Körper.

 

Gegen Ender unserer Surf & Yoga Woche fragte mich Valentina, ob ich mit ihr in eine ihrer öffentlichen Stunden kommen möchte, als krönenden Abschluss der Woche sozusagen. Na und ob!

Sie holte mich am Freitagabend mit ihrem Mini-Auto ab und wir fuhren in die City. Ich war ja noch so grün hinter den Ohren, ein kompletter Yoga-Frischling auch nach dieser Woche, doch Valentina hatte wohl gespürt, dass ich "Blut geleckt" hatte. Dass ich Feuer und Flamme war.

 

Und dann stand ich in diesem Yoga Studio, inmitten langjähriger Praktizierender, ich Neuling, keine Ahnung von gar nichts. Valentina legte los. Und wir bewegten mit ihr. Es war eine der schönsten Yoga Erfahrungen für mich, die ich bis heute machen durfte.

Eigentlich war es nur eine ganz normale Yogastunde. Für mich war es der Beginn einer neuen Reise.

Noch heute bin ich Valentina zutiefst dankbar dafür, dass sie mich auf dem ersten Teil meiner ganz persönlichen Reise zu mir begleitet hat. Sie war der zündende Funke.

Ich hatte mein Herz verloren. An Yoga. 

 

Zurück in Tirol setzte ich nun alles daran ein Studio in meiner Umgebung zu finden. Und tatsächlich wurde ich dieses Mal fündig. Ich begann so viel und so oft wie möglich zu praktizieren, besuchte Early Bird Stunden, Workshops und nahm an Specials teil. Ich yogierte On and Off, und verliebte mich mehr und mehr in die Praxis, die Asanas, das gute, zufriedene, glückselige Gefühl nach der Yogastunde und die Botschaften und Inspirationen, die die Stunden begleiteten. Yoga wurde ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil meines Alltags, meines Lebens.

 

Und eines schönen Tages im Juli / August 2014 nach einer Yogastunde kam man damalige Yogalehrerin auf mich zu und gab mir im Vorbeigehen einen kleinen Impuls mit auf den Nachhauseweg "Du solltest Dir mal überlegen, ob Du vielleicht eine Yogalehrer Ausbildung machen möchtest..."

(so oder so ähnlich, hab ich es zumindest in Erinnerung)

 

Bis dahin wusste ich nicht mal, dass man YogalehrerIn werden kann. Ich hatte mir in all den Jahren meiner eigenen Yoga Praxis nie darüber Gedanken gemacht. Vielleicht fallen YogalehrerInnen ja einfach vom Himmel. Wer weiß das schon?

Und ICH (?!?!), ausgerechnet ich, sollte eine Yogalehrer Ausbildung machen?

Diese Möglichkeit existierte nicht in meinem Realitäts-Orbit.

Doch der Impuls blieb bei mir. In mir.

Und setzte völlig neue Gedankengänge frei.

 

Was wäre, wenn...

 

Wie bist Du zu Yoga bekommen?

Gab es eine inspirierende Person in Deinem Leben, die Dich mit Yoga in Berührung brachte?

Hast Du Yoga schon mal ausprobiert oder würdest Du es gerne mal ausprobieren?

 

Mit Liebe und yogischer Leichtigkeit,

Deine Lisa

 

PS. I REGRET GOING TO YOGA ... said no one ever !!!

 

Dieses Bild ist während der "Yoga-Relax-Days" entstanden. Happy Faces - After Yoga Bliss.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0