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TELL ME WHAT YOU WANT

Konnichiwa aus dem Land der aufgehenden Sonne!

  

Wie einige vielleicht wissen, weile ich seit Anbeginn des neuen Jahres in Japan. Ein Winter-Wonderland-Abenteuer, von dem ich seit vielen, vielen Jahren träume.

Nach einem abenteuerlichen Neujahrsstart in Kanada haben wir uns nur Tage später aufgemacht, um auf der japanischen Halbinsel Hokkaido nach Schnee zu suchen.

Japan, das Land, wo der Schnee nie zu fallen aufhört. Wo pulvrige Tiefschneeträume für Snowboarder und Freerider wahr werden. JAPOW. SUSHI-POWDER.

Die großartigen Winterfreuden in Japans Pulverschnee.

 

Tja. Pustekuchen. Dieses Jahr war wohl nix. Denn bis dato verzeichnet Japan den schneeärmsten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen (im Jahre 1961). Oh wehhh!

 

Doch das trübt unsere Abenteuerstimmung nicht im Geringsten. Naja, zumindest nicht mehr.

Denn trotz "PulverSchneeMangel" hat's immer noch ordentlich Schnee, auch wenn der Bambus zwischendurch grün rausblitzt.

 

Wie gesagt, Japan im Winter zum Snowboarden war ein Traum, den ich schon seit langem hegte. Denn nicht immer werden Wünsche und Träume sofort wahr oder können von jetzt auf gleich wahr gemacht werden.

Gut Ding will Weile haben, wie ein schönes Sprichwort besagt.

 

Ich will Dir eine kleine Geschichte erzählen...

 

Once upon a time...

 

Januar im Jahre 2015. Eine junge Frau sitzt alleine in einem Zugabteil. Sie wurde von ihrer Firma ausgesendet um mit einer Kollegin Kunden im Raum Frankfurt zu besuchen. Obwohl die junge Frau sehr gerne auf Reisen war, hielt sich ihre Freude für diese Reise sehr in Grenzen.

Nicht sie hatte sich aus freien Stücken für die Reise entschieden, nein, es wurde über sie entschieden und sie hatte Folge zu leisten.

 

Nun saß sie alleine in einem Zugabteil und fragte sich zum gefühlt tausendstenmal "Was zum Teufel mach ich hier eigentlich?!"

 

Seit Monaten unterlag sie starken Stimmungsschwankungen, war unzufrieden mit ihrem Leben und verfiel ständig tiefen Grübeleien über "sollte, hätte, könnte, würde..." und tagträumte von "Was wäre wenn...".

Sie fühlte sich verloren.

Irgendwo auf der Reise des Lebens schien sie falsch abgebogen und vom Weg abgekommen zu sein.

Erst Jahre später wird sie begreifen, dass alle Knotenpunkte ihres Lebens wichtig und entscheidend waren. Sie werden sich zu einem sinnvollen Bild fügen. Sie werden sie dahin bringen, wo sie heute, im Jahre 2020, steht. Rückblickend wird sie feststellen, von welch enormer Wichtigkeit jeder einzelne dieser Lebenspunkte war.

 

Doch jetzt und hier in diesem Zugabteil fühlte sie sich einsam und alleine. Hilflos und verloren.

Für einen Moment schloß sie kurz die Augen und wünschte sich den Rat einer guten Fee herbei.

 

Als sie die Augen wieder öffnete saß ihr tatsächlich eine kleine, bunte Fee gegenüber und blickte sie neugierig an: "Liebes, Du hast mich gerufen?"

 

"Ja liebe Fee," antwortete die junge Frau. "Ich rief Dich herbei, weil ich etwas ratlos bin. Ich sitze hier in diesem Zug, unterwegs nach Frankfurt, um einer Aufgabe nachzugehen, die mich so gar nicht erfüllt und die ich eigentlich auch gar nicht machen will. Seit Wochen und Monaten fühle ich mich zunehmends unwohler und unzufriedener, was auch Spuren in meiner körperlichen, emotionalen und seelischen Gesundheit hinterlassen hat. Ich wünsche mir so sehr, dass mir jemand einen weisen Rat erteilt. Eine Richtung weist. Einen göttlichen Impuls des Himmels, wenn man so will. Wohin soll ich gehen? Was soll ich machen? Bitte, kannst Du mir helfen liebe Fee?"

 

Die Fee blickte der jungen Frau in die Augen und erkannte ihre tiefe Sehnsucht. Sie räusperte sich kurz, schwang ihren kleinen, glitzernden Zauberstab und sprach: "Die Muße wird Dich küssen mein Kind. Nimm Dir einen Stift und ein weißes Blatt Papier zur Hand und verwandle Deine kühnsten Wünsche und Träume in Worte. Zerbrich Dir nicht Deinen hübschen Kopf über das WIE. Das WAS braucht Deine Klarheit. WAS willst Du WIRKLICH WIRKLICH?"

 

Etwas verwundert blickte die junge Frau die Fee an. 

 

"WAS WILL ICH WIRKLICH WIRKLICH?"

 

Das war doch genau die Misere, in welcher sich die junge Frau wiederfand. Sie wusste es nicht. Sie wusste nicht was sie wirklich wollte. Über das WIE hatte sie sich noch gar nie den Kopf zerbrochen, denn sie scheiterte ja bereits am WAS.

Ihre Miene verfinsterte sich ein wenig. Hatte sie die gute Fee doch gerufen um ihr zurück auf den Weg zu helfen. Doch deren ach-so-weiser Rat führte sie ins gleiche Nichts wie ihre eigene tagtägliche Grübelei.

Die gute Fee nahm das Mienenspiel der jungen Frau natürlich war und lächelte ihr aufmunternd zu.

 

"Nur keine Scheu mein Kind. Weder bist Du von Deinem Wege abgekommen noch hast Du ihn aus den Augen verloren. Du gehst Deinen Weg bereits. Doch sehr unbewusst. Es ist Zeit für Klarheit. Hab keine Angst. Kein Wunsch kann zu groß, kein Traum zu absurd sein, wenn Du ihn bereits in Dir trägst. Wenn Du ihn sehen kannst. Schmecken, fühlen, riechen, spüren, hören kannst. Werde Dir klar darüber, WAS Dein Wunsch / Traum ist. Beschreibe ihn. Male ihn aus. In vielen, bunten Farben. Auf dass er spürbar wird. Glaube an Wunder!"

 

Die junge Frau entgegnete der guten Fee barsch: "Wie soll ich denn an Wunder glauben, wenn ich gefangen bin? Weder bin ich Herrin meiner eigenen Lebenszeit, noch kann ich freien Stückens entscheiden, womit ich mein Leben verbringe. Fremdbestimmt wandle ich durch das Leben und erkennen keinen Ausweg."

 

"Du irrst mein Kind. Keiner kann über Dich bestimmen, außer Du erlaubst es. Auch bist Du nicht gefangen. Du selbst hast das Gefängnis erbaut. Du bist Wärterin und auch Gefangene Deiner eigenen Kreation. Und nur Du selbst bist es, die diese Mauern wieder niederreißen kann." 

 

"Doch wer bin ich schon um meine geheimsten Wünsche und Träume wahr zu machen. Mir fehlen die nötigen Mittel. Mir fehlt das nötige Wissen. Ich weiß ja noch nicht einmal was genau ich wirklich wirklich will!"

 

Die gute Fee blickte die junge Frau freundlich lächelnd an und sagte einfach nur: "Doch. Du weißt."

 


Steve Jobs hat einmal sehr weise gesagt:

"Du kannst die Punkte nicht im Voraus verbinden; nur im Rückblick. Das heißt, Du musst vertrauen, dass alle Punkte sich irgendwann in der Zukunft verbinden."

 

Und zum ersten Mal in meinem Leben macht rückblickend für mich vieles Sinn und ich kann die Punkte tatsächlich verbinden.

 

Seit diesem Tag im Zug, im Jahre 2015, hat sich sehr viel in meinem Leben getan.

 

Spannenderweise schrieb ich damals folgendes:

 

Ich will auf einer Bühne stehen und Menschen mit meiner Geschichte inspirieren.

 

Frag mich nicht, woher dieser Gedankenimpuls kam, ich jedoch hielt ihn in meinem Tagebuch fest und ließ ihn erst mal so stehen. Ich wusste weder mit welcher Geschichte ausgerechnet ich Menschen inspirieren könnte noch warum es im Rampenlicht einer Bühne sein muss.

 

Ich habe in besagtem Jahr meine erste Yogalehrer Ausbildung gemacht und einen Monat nach erfolgreichem Abschluss meinen Job gekündigt. Ohne zu wissen, wie es weitergeht. Mein Vertrauen ins Leben damals war grandios. Wenn ich auch nicht wusste welche Abenteuer auf mich warteten, so war ich doch guter Hoffnung, dass alles gut werden würde. Ich glaubte (und glaube immer noch) an Wunder.

 

Das musste ich auch. Denn als ich diesen Wunschtraum, diese Vision von mir und meinem Leben, das erste mal verlautbarte, wurde ich, gelinde gesagt, belächelt. Die Wahrheit war, ich wurde ausgelacht.

Zu hoch hingen scheinbar die Sterne, nach denen ich greifen wollte.

 

Doch der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge!

 

Ich blieb meiner Vision treu und machte mich erst mal als Yogalehrerin selbstständig. Woche für Woche reiste ich von Yogastunde zu Yogastunde. Mein Kalender war gefüllt mit Workshops, Events und anderen Terminen. Ein Abenteuer jagte das nächste.

Kein Weg war mir zu weit, kein Tag zu lang, kein Auftrag zu unwichtig.

Ich packte die Chancen, die sich mir boten und unterrichtete fast durchgehend. 24/7.

Auch daraus habe ich vor allem im letzten Jahr viele Lehren ziehen dürfen, doch dazu ein anderes Mal mehr.

 

Wachstum, persönliche Entwicklung und Entfaltung hatten (und haben stets) höchste Priorität. So habe ich mich kontinuierlich weitergebildet, in mich und mein Wachstum investiert, Ausbildungen besucht, Kurse absolviert. Immer mit meiner Vision im Hinterkopf, die meinem Tun konstant Rückenwind verlieh. Im letzten Jahr erreichte ich dann einen Punkt, an dem es Zeit war, eine weitere gute Fee (in Form einer Mentorin) an meine Seite zu holen, die mich nicht nur beflügelt in meinem Wirken und Werken, sondern mir auch den Kopf wieder zurechtrückt, wenn ich meine Vision aus den Augen verliere. 

 

Und all die (Knoten-) Punkte meines Lebens, die sich spannenderweise alle für mich innerhalb des letztens Jahres begannen zu verbinden, laden mich nun zu einem neuen, noch größeren Abenteuer ein:

 

Diesen Februar werde ich das erste Mal auf der Bühne stehen und

Menschen mit meinen Geschichten inspirieren.

 

Und das gleich 3mal in Folge! Crazy, I know!

 

Doch genau das ist das Leben. Ein ständiges Abenteuer. Wenn wir die Chancen sehen, die Herausforderungen annehmen, Mut beweisen, uns unseren Ängsten stellen, öfters mal JA als NEIN sagen, Neues ausprobieren, experimentieren, uns trauen über den Tellerrand hinauszuschauen. Wenn wir investieren in uns selbst, unseren Weg, unsere Entwicklung, unsere Träume und Wünsche, dann und nur dann können sie wahr werden!

 

Auch wenn wir im Vorhinein nicht immer verstehen und begreifen, warum wir diese oder jene Entscheidung getroffen haben, warum wir diesen und nicht den anderen Weg eingeschlagen haben, warum wir uns für diese und nicht jene Person / Ausbildung / Arbeit / etc. entschieden haben. 

 

Rückblickend wird es uns möglich sein, die scheinbar zufälligen Stationen aka Punkte unseres Lebens zu verbinden und wir werden wissen, was genau uns hierher, in diesen Augenblick geführt hat.

 

 

Und darum meine Fragen an Dich:

 

"WAS WILLST DU WIRKLICH WIRKLICH?"

Was ist alles möglich?

Wer kannst Du sein?

Wofür bist Du hier?

Was hast Du zu geben?

Welche Vision trägst Du in Dir?

 

Und was bist Du bereit dafür zu tun?

 

In Liebe, mit viel Glitzer und Feenstaub,

 

Deine (gute Fee) Lisa 

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Kommentare: 1
  • #1

    Babsi (Sonntag, 09 Februar 2020 12:27)

    �✨